Klasse 3 · 7. Schulstufe · Wahrscheinlichkeit

Relative Häufigkeit als Schätzwert

Wenn man die Wahrscheinlichkeit nicht kennt — messen!

📌 Das Wichtigste in einem Satz

Die relative Häufigkeit h(A) = Treffer : Versuche ist ein Schätzwert für die Wahrscheinlichkeit — vor allem, wenn man die echte Wahrscheinlichkeit nicht kennt (z. B. bei einer unfairen Reißzwecke).
Je mehr Versuche, desto zuverlässiger die Schätzung — bei wenigen Versuchen kann die relative Häufigkeit stark schwanken.

Beispiel 1

Eine Reißzwecke wird 50-mal geworfen. 35-mal landet sie auf der Spitze. Wie groß ist die relative Häufigkeit dafür?

35 von 50 Würfen

  • 0,7 (70%)
  • 35
  • 1,43

So kommst du darauf: Relative Häufigkeit = Treffer : Versuche = 35:50 = 0,7 = 70%.

Beispiel 2

Warum wirft man eine unfaire Reißzwecke besonders oft, bevor man ihre Wahrscheinlichkeit schätzt?

Reißzwecke: Wahrscheinlichkeit unbekannt

  • Weil mehr Versuche eine zuverlässigere Schätzung ergeben
  • Weil die Reißzwecke sich mit der Zeit verändert
  • Zehn Würfe reichen immer völlig aus

So kommst du darauf: Bei wenigen Würfen kann die relative Häufigkeit stark vom „wahren" Wert abweichen — mit mehr Würfen wird die Schätzung stabiler (Gesetz der großen Zahlen).

🗣️ Prüfe dich selbst

„Warum ist eine Schätzung aus 1000 Würfen zuverlässiger als eine aus 10 Würfen?"

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